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Die Geschichte des Schmöllner Schützenhauses

Geschichte des Schmöllner Schützenhauses

 

In alten Niederschriften der 3. Kompanie sind interessante Abhandlungen über die Geschichte,das Werden und Vergehen der Heime unserer Schmöllner Schützengesellschaft enthalten.

 

Das Schützenhaus um 1900

Das Schützenhaus um 1900

 

 

Das erste Schützenhaus wurde in den Kriegsjahren

1812 – 1814 von dem damaligen Ratskellerwirt und

zugleich Weinhändler Köhler  erbaut.

Diesem Unternehmen trat der Großvater des zuletzt

verstorbenen Bahnhofswirts Ernst Bräuning bei,

sie bewirtschaften es nach dem Kriege 1845.

In noch nicht ganz fertigem Zustand wurde es als Lazareth von den durchziehenden Truppen für Verwundete und krankeKrieger benutzt. 1846 übernahm es der Schwiegersohn des obigen Besitzers, der Kammmacher Kresse, spätere Totengräber von Schmölln, bis 1850 als Pächter. In diesem Jahre, also 1850, ging es käuflich in die Hände des Herrn Benndorf sen., dem Vater eines früheren Mitgliedes der schwarzen Jäger-Kompanie, über, der es bis zum Jahre 1860 bewirtschafte.

1861 – 1867 setzte er den Dosenmacher August Hupfer, den Vater eines ehemals tätigen Klempnermeisters Hupfer in Schmölln, als Pächter ein. Von 1867 – 1871 lag es zur Bewirtschaftung in den Händen des Stiefsohnes des Herrn Benndorf sen., dem damalsgenannten Rüger Gustl. 1871 ging es in den käuflichen Besitz des Herrn Bruno Benndorf, Sohn des oben genannten Herrn Benndorf über, der es in dem alten Baustil, wie er es übernommen, bewirtschafte.

1882 renovierte er dasselbe, setzte ein Stockwerk darauf, baute an die obere Terrasse einen langen Speisesaal längs der Terrasse und bewirtschafte es bis 1899. Im Jahre 1899 erwarb es käuflich die hiesige Schützengesellschaft für den Preis von 90.000 M inklusive Inventar.

Schützenhaus Brand 1902

Der erste Pächter Albrecht aus Wildenbörten schied bald wieder aus.

Nach diesem wurde der damalige Stadtrat Friedrich Striegnitz, Hofschuhmachermeister, als Pächter eingesetzt.

In der Nacht vom 5. zum 6. Dezember 1902, einer grimmig kalten Nacht, wurde das Besitztum ein Opfer der Flammen.

Man vermutete Brandstiftung. In den Jahren 1903 – 1904 baute es die Schützengesellschaft mit einem Kostenaufwand von 87.109,92 M wieder auf. Der Kostenanschlag war von dem Bauleiter Architekt Trübcher aus Gera auf 60.000 M vorgesehen.

Im Januar wurde der Neubau mit entsprechender Festlichkeit eingeweiht .Erster Pächter wurde der Gastwirt Geipel. In der Nacht vom 5. zum 6. November, nach einer Veranstaltung im Saale, brach wiederum ein Feuer aus, das das ganze Besitztum in Schutt und Asche legte, auch diesmal wurde Brandstiftung vermutet. Die Gesamtversicherungssumme belief sich nach Angabe desKassierers, Herrn Fabrikant Franke,auf 85.000 M aufsämtliche Baulichkeiten.

 

Schützenhaus in Schutt und Asche nach dem 2. Brand 1904legte, auch diesmal wurde Brandstiftung vermutet.

Von da ab lag es bis nachBeendigung des unheilvollen Krieges als Brandruine da und bereitete der Schützengesellschaft manch schwere Stunde.

Die Männer, die nach Beendigung des Krieges an der Spitze des Schützenbataillons standen, fassten bald den Entschluss, dem Schützenplatz wieder ein würdigesAussehen zu verschaffen.

Wenn auch die Kassen durch das aufhören jeder Vereinstätigkeit während des Krieges geleert waren, ein Zusammenhalt zunächst überhaupt nicht bestand, fanden sich doch zielbewusste Männer zusammen, die trotz der Bedrängnis der Nachkriegsjahre, trotz Marxismus und Vaterlandsverleugnung die alten Ziele der Schützengemeinschaft, die Liebe zu Volk und Vaterland nicht im Strudel der Verwirrung untergehen zu lassen und wollten sich trotz Anfeindungen selbstlos für dieses Ziel einsetzten.

Dank ihrer Tatkraft verschwand die Trümmerstätte der Brandruine, und wenn auch an die Erschaffung eines neuen Heimes zunächst nicht gedacht werden konnte, so fanden noch vorhandene Bestandteile aus Grundmauern usw. Verwendung im Neubau, der es  gestattete, zu den Festen und Feiern geeignete Gasträume für die Bewirtschaftung der Besucher und Mitglieder bereitzustellen.

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